Post-Soviet Transnational Urban Communities

Постсоветские транснациональные городские сообщества
Sevil Huseynova
2020-11-06

Post-Soviet migrationRussian-speaking Jewstransnational networksurban communitiesurban identity
Die Dissertationsarbeit ist der Erforschung des Phänomens der Transformation der urbanen und lokalen Identität im Rahmen des Migrationsprozesses nach dem Zerfall der UdSSR gewidmet. 1. Einer der wichtigsten Fokusse der Forschung ist die vergleichende Geschichte der Entwicklung der drei Städte - Sankt-Petersburg (Russland), Odessa (Ukraine) und Baku (Aserbaidschan), die als Räume im Kontext urbaner Gesellschaft und Habitus konstruiert wurden. Der wichtigste geschichtliche Zeitraum ist mit der Europäisierung des Russischen Reichs verbunden. Dieser Faktor bestimmt weitgehend die Spezifität des urbanen Habitus (Lebensraum). 2. Der zweite Fokus liegt auf der urbanen Gesellschaft der Bürger*innen Sank-Petersburgs, Odessas und Bakus. Zur Zeit hat die jeweilige Gesellschaft in ihren Heimatstädten, nachdem sie massive Auswanderungen und den Zustrom von Menschen aus anderen Städten oder ruralen Räumen erlebt hat, einen Teil ihres Einflusses sowie ihrer dominanten Position verloren. Aber in diesem Kontext der Verluste, haben die Mitglieder der urbanen Gesellschaft, auch durch die rasante Entwicklung der digitalen Kommunikation die Möglichkeit erhalten, transnationale Netzwerke zu entwickeln. 3. Der dritte wichtige Fokus liegt auf den sozialen Netzwerken der Bürger*innen von St. Petersburg, Odessa und Baku in Deutschland, u.a. in Berlin. Sowie auf der Institution – „Urban Clubs“, die von Aktivist*innen der urbanen Gesellschaft im Rahmen der Jüdischen Gemeinde Berlin, Anfang der 2000er gegründet wurden. Die Praxis der Netzwerk- und Vereinsgründung ermöglicht es Migrant*innen, auf symbolische Weise ihre gewohnten Lebensbedingungen zu rekonstruieren und bestimmt so die Besonderheit ihrer Integration in die deutsche Aufnahmegesellschaft. Eine solche Studie erlaubt es, die innere Vielfalt einer sich als „russischsprachige Juden“ definierenden Gruppe zu beschreiben. Zusätzlich trägt sie auch dazu bei, die Diskussion über die Prinzipien der Integrationspolitik in Deutschland anzuregen.
1
Comparative analysis of St. Petersburg, Odessa, and Baku links their urban societies and habitus to Europeanization during the Russian Empire.
2
Digital communication enabled members of the former urban societies to develop transnational networks despite displacement and loss of influence.
3
Mass emigration and incoming populations weakened these cities’ established urban societies and dominant local positions.
4
The research highlights substantial internal diversity within the group identifying as Russian-speaking Jews and informs debates on German integration policy.
5
The study examines how urban and local identities transform through migration after the dissolution of the Soviet Union.
6
Urban Clubs founded by activists in Berlin’s Jewish community help migrants symbolically reconstruct familiar lifestyles and shape their integration into German society.

Post-Soviet urban communities and their transnational networks, particularly among residents and migrants from Saint Petersburg, Odessa, and Baku

The transformation of urban and local identity, urban habitus, and patterns of transnational networking and integration after the dissolution of the USSR

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Publication Date
2020-11-06
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Sevil Huseynova
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