Abstract (AI)
Zusammenfassung Aufgrund der hohen kardiovaskulären Krankheitslast bei Adipositas besteht ein wachsender Bedarf an strukturierten, risikoadaptierten Behandlungskonzepten. Adipositas verstärkt klassische kardiovaskuläre Risikofaktoren wie arterielle Hypertonie, Typ-2-Diabetes und Dyslipidämie und wirkt darüber hinaus unabhängig vom Body-Mass-Index über inflammatorische und metabolische Mechanismen auf das Herz-Kreislauf-System. Insbesondere viszerale Adipositas ist eng mit der Entstehung und Progression kardiovaskulärer Erkrankungen wie koronarer Herzkrankheit, Herzinsuffizienz (insbesondere HFpEF), Herzrhythmusstörungen, Klappenerkrankungen, pulmonaler Hypertonie und schlafbezogenen Atmungsstörungen verbunden. Dieses Konsensuspapier der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) bietet einen Überblick über pathophysiologische Grundlagen, diagnostische Besonderheiten und therapeutische Optionen im Management kardiovaskulärer Erkrankungen bei Adipositas. Ziel ist es, evidenzbasierte, konsensgestützte und praxisorientierte Empfehlungen für eine risikoadaptierte und multimodale Versorgung bereitzustellen. Das Papier stellt ein integriertes Behandlungskonzept aus Lebensstilinterventionen, moderner Pharmakotherapie – insbesondere inkretinbasierten Substanzen – sowie bariatrischen Verfahren vor und berücksichtigt zudem geschlechterspezifische Aspekte, periinterventionelle Herausforderungen sowie die Bedeutung von Rehabilitation und sektorenübergreifender Versorgung. Es dient als konsensbasierte klinische Orientierung und ersetzt keine evidenzbasierte Leitlinie.
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2026-05-06
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